It's all about the Location!

Urbaner Shooting Spot in Nürnberg.

Leider sind gute Locations schwer zu finden. Vor allem in München. Neben dem Schlachthof und dem Ostbahnhof gibt es wenige, für mich passende Shootingplätze. Ich meine, immerhin macht die Location das Bild, nicht wahr? Meiner Meinung nach ist eine gute Kulisse schon die halbe Miete für ein gutes Bild. Denn mir persönlich sind qualitativ gute Bilder wichtig. Die Location, die Bearbeitung, die Bildsprache, die Farben, das Outfit, der Ausdruck und die Au­then­ti­zi­tät müssen gegeben sein und harmonieren.

Deshalb habe ich bei meinem letzten Heimatbesuch (ich komme ja ursprünglich aus Nürnberg) die Chance ergriffen, mal wieder in dem alten, verlassenen Komplex an der Bauernfeindstraße zu shooten. Und voi­là: Ich bin immernoch begeistert von der Location – jedes mal aufs Neue.

Ich denke es ist wichtig seinen individuellen Stil an die Location anzupassen: Ich bin halt nun mal nicht der Schlipsträger, der „Cleane“ oder der geschleckte Münchner. Ich bin so wie ich bin und das ist gut so. Und verändern lasse ich mich von niemandem. Klar habe ich schon öfter mal an cleanen Plätzen, wie z.B. die Pinakotheken oder am Odeonsplatz,  geshootet, aber das ist halt nicht so mein Ding. Leider sind die Shootingplätze in München dann doch schnell abgegrast.

Kleider machen Leute und Locations machen Kleider (Ich alter Poet 😀 ). Nein Spaß beiseite, aber irgendwie muss der Bildhintergrund doch zum Kleidungsstil passen, nicht wahr? Immerhin unterstreicht die Location doch die Kleidung und hebt sie besonders hervor..

Natürlich würde ein Motiv im Suit vor einer Graffitiwand keinen Sinn machen, das ist ja logisch. Klar könnte ich dieses Outfit auch auf der Straße, oder am besten noch klassisch im Male-Blogger-Style „der Ausfallschritt auf dem Zebrastreifen“, fotografieren. Aber nein. Einfach nur nein. Das bin nicht ich und das taugt mir auch mal gar nicht. Individualität, meine Lieben. Major key.

Ich liebe Graffiti und alte, verlassene Gebäude. Es muss nicht alles perfekt sein, denn das ist das Leben auch nicht. Mein absoluter Lieblingsdesigner, Yohji Yamamoto, ist gleichzeitig auch mein Lieblingspoet. „I think perfection is ugly. Somewhere in the things humans make, I want to see scars, failure, disorder, distortion.“ Ich liebe seine Arbeit und seine Worte. Denn diese kann ich nicht nur auf meine Arbeit, sondern auch auf mein ganzes Leben beziehen. Die Unvollkommenheit, das Unperfekte und die Asymmetrie. That’s what it’s all about.

PS: Wenn ihr noch irgendwelche coolen Locations in München kennt, immer her damit! Ich bin über jeden Gedanken dazu sehr dankbar 🙂 BTW: Was ich noch cooles in der Location gemacht habe, seht ihr HIER


OUTFIT DETAILS

 

Jacket: Tiger of Sweden

Shirt: COS

Trousers: Imperial

Tanktop: Selfmade

Hat: Urban Outfitters

Shoes: Nike

Rings: Thomas Sabo

Watch: Kapten & Son

Photos: Max

Marian