Blogger 2.0

Die Veränderungen und Entwicklung im Blogger Business.

It’a wrap! Wie beim letzten Blogpost schon angekündigt ist mein Praktikum zuende und nun habe ich also Semesterferien. Was ein geiles Gefühl, denn erstmal war Ausschlafen angesagt. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte ins Bett gegangen bin ohne einen Wecker zu stellen. Was ein Luxus, wirklich. Heute also ein wenig Blogger Deeptalk, wo ich ein wenig über die Blogger/Influencer-Welt und deren Entwicklung schreiben möchte. Zudem gibt es einige Impressionen von der Fashion Week AW18 aus Berlin, leider bin ich nicht früher dazu gekommen, weil ich wie gesagt, noch arbeiten musste. Here we go.

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Jaja, diese ganze Scheinwelt. Dabei muss ja zugeben, dass ich noch garnicht lange dabei bin. Ich blogge erst seit Dezember 2016 und nutze Instagram so richtig aktiv seit 2 Jahren. Manchmal wünschte ich mir, dass ich schon viel früher damit angefangen hätte, dann hätte ich vielleicht eine noch bessere Sichtweise wie jetzt, aber seis drum. Die Entwicklung und Erkenntnisse, die ich bisher bekommen habe reichen mir schon aus.

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Wo fange ich an? Instagram.

 

Als ich Instagram für mich entdeckte war ich total hin und weg. Eine Plattform voller Kreativität, Individualität, Authentizität und Inspiration. Wenn ich jetzt reinschaue, denke ich mir: Langeweile, Reizüberflutung, Fakes, Werbung, Werbung, Werbung. Ach und sagte ich schon Werbung? Ich meine ich kann das schon ein bisschen nachvollziehen. Wenn ich jetzt full-time bloggen würde, müsste ich natürlich schauen wie ich überlebe und mein monatliches Geld verdiene, damit ich davon leben kann. Mir geht es um die Art und Weiße WIE. Ob ich mir treu bleibe – Stichwort Authentizität – und mit Marken zusammenarbeite, von denen ich überzeugt bin, die zu mir passen und ich nicht meine Seele verkaufe. Mir persönlich ist es sehr wichtig, einen roten Faden zu haben. Immerhin muss ich doch für etwas stehen. Wenn ich also für Fashion & Beauty stehe, dann mache ich keine Beverage-Posts. Klar verstehe ich, dass z.B. Lifestyle ein weitgefächerter Begriff ist und klar ist es auch immer eine Geldsache. Aber ich glaube ihr wisst was ich meine. Mittlerweile vergeht mir einfach die Lust den Feed von meinen abonnierten Personen durchzuschauen, weil das für mich immer dasselbe ist. Ich habe ehrlich gesagt kein Bock mehr, mir tagtäglich diesen S***** zu geben. Pardon für die Ausdrucksweiße, aber es ist doch immer derselbe quantitative Mist, nicht wahr? Wie Leute krankhaft versuchen, ein Produkt in die Kamera zu strecken und dabei noch ein unnatürliches, völlig unauthentisches Lächeln zu tragen? No way. Goodbye Authentizität. Für mich ein absolutes No-Go. Und dann werden mir die gleichen Bilder 4 Tage lang angezeigt, weil der Instagram Algorithmus ungefähr zwei mal am Tag umgestellt wird. Ciao. Danke dafür Mark Zuckerberg.

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Aus diesem Grund mache ich auch keine reinen Produktfotos und binde die Kooperationen in mein tägliches Leben ein. Aber genau das ist es, was mir zeigt, dass ich es richtigmache und real bleibe. Ich möchte nicht so sein wie gefühlt 90 % der Blogger und Influencer. Ich möchte anders sein und das spiegelt sich in meinen Feed und Bildern wieder. Ich verkaufe mich nicht für Geld und gehe nur Kooperationen ein, mit denen ich zu 100% im reinen bin und zu denen ich stehe. In erster Linie möchte man doch eine Inspiration für seine Follower sein oder geht das nur mir so? Ich möchte meine Abonnenten täglich inspirieren, ihnen Möglichkeiten und Vorschläge bieten, sie an meinen Leben und Lifestyle teilhaben lassen. Das ist doch der Grund, warum ich jemanden folge. Sollte es zumindest. Ich persönlich möchte kein Werbeopfer sein und ich glaube meine Follower haben auch keinen Bock, jeden Tag mit Werbung bombardiert zu werden. Wenn ich mit 15 verschiedenen Unternehmen im Monat kooperiere, kannst du dir ja ungefähr ausrechnen, wieviel mir jedes einzelne Wert ist. Dies ist genau der Punkt, was ich mir doch aus Unternehmenssicht nicht wünsche. Einen Blogger oder Influencer (die sich natürlich völlig zurecht auch Blogger nennen, obwohl sie keinen Blog betreiben – welch Ironie meinerseits) im Boot zu haben, der einfach nur völlig random Werbung raushaut, bringt mir als Unternehmen doch nicht viel. Eine Person zu finden, die zu dem Unternehmen passt, seine Werte innehält und auch irgendwie deren Ansichten teilt. Aber leider haben das viele Unternehmen noch nicht kapiert oder wollen es einfach nicht kapieren. Ich weiß es nicht. Unglücklicherweise scheint Quantität und schlechter, unglaubwürdiger und unauthentischer Content immer noch beliebt zu sein. Hauptsache die Reichweite passt. Gutes Marketing. So habe ich es in der Uni gelernt. Nicht.

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Zusammenfassend muss ich noch sagen, dass ich schon auch ein bisschen Verständnis dafür habe. Wie bei so vielen Sachen im Leben greift auch hier das typische „Es kommt drauf an“. Klar kommt es darauf an, wie viel Budget es dafür gibt, etc., das ist mir schon klar. Wenn ich jetzt meinen Lebensunterhalt damit verdiene, bin ich natürlich auf „Alles“ angewiesen. Aber meiner Meinung nach muss man eine goldene Mitte finden und das Hauptziel – und zwar die Inspiration – nicht aus den Augen verlieren. Sich treu bleiben und eine eigene Linie fahren. Ja, das ist es was mir persönlich am Wichtigsten ist. Mich selbst zu verwirklichen. Wenn dann etwas dazu passt, wunderbar. Wenn nicht, dann nicht. Aber ich bleibe real.

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Noch ein Paar Worte zu den Bildern: Die Pics sind von der Berlin Fashion Week AW18 Mitte Januar. Ich liebe es, zur Fashion Week in Berlin zu sein. Da sind immer allerlei coole Events, Partys und Shows, die man besuchen kann. Leider musste ich dieses mal ein wenig kürzer treten, da ich mit meinem Praktikumslabel 2/4 Tagen auf der PREMIUM arbeiten musste. Trotzdem habe ich einige Messen und Events besucht, die mir wichtig waren. Wie z.B. auch die SEEK. Ich finde die SEEK und BRIGHT sind mit Abstand die coolsten Messen zur FW in Berlin. Und auch die Labels die zu mir passen. Stichwort s. oben 😀 Zudem würde mich interessieren, wie sehr ihr selbst dazu steht? Egal ob du selbst ein Blogger bist, ein Leser, ein Abonnent, whatever. Schreib mir einen Kommentar auf dem Blog, auf Instagram, eine Direct Message mit deiner Meinung. Würde mich sehr darüber freuen.

OUTFIT DETAILS

 

Trousers: Adidas Y-3

Shirt: Cheap Monday

Jacket: Selfmade

Shoes: Reserved

Photos: Dominik

 

 Marian