Container Paradies

Ein Secret Spot in München.

Kennt ihr das? Du nimmst dir so viel vor, hast so tolle Pläne, so viel Arbeit und weißt gar nicht, wo du anfangen sollst? Du hast eigentlich mehr Zeit, schaffst aber weniger. Stattdessen hinterfragst du Alles, gerätst ins Nachdenken und verfällst in ein Tief? In eine Art Demotivation. Aber woran liegt das? Geht es nur mir so? Jetzt wo ich doch wieder mehr Zeit besitze, habe ich das Gefühl, ich schaffe weniger als davor. Woran liegt das? Liegt es am Wetter oder bin ich einfach ein Mensch, der eine klare, zeitliche Struktur und einen Alltag braucht?

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Jetzt, wo ich kein Praktikum mehr habe und ungefähr alle Zeit der Welt habe, komme ich irgendwie zu nichts. Okay, Nichts ist jetzt ein bisschen übertrieben, aber ich würde gerne mehr schaffen. Wisst ihr, was ich meine? Kennt ihr das zufällig? Vorher dachte ich mir so: Ja man, endlich Semesterferien. Da kannst du endlich alles machen, worauf du Bock hast. Alles machen, was du dir für die freie Zeit vorgenommen hast, Pläne umsetzen und sich weiter verwirklichen. Stattdessen verpenne ich den halben Tag (übertrieben gesagt), bin die ganze Zeit müde und drücke mich vor meinen eigentlichen geplanten Aufgaben. Verfalle in ein Loch des Nachdenkens, des ewigen Grübelns, der Sinnhinterfragung. Und lande in der Vergangenheit. Die vermutliche „Freiheit“ entwickelt sich zu einem Druck und Stress, weil du dir denkst: Ja langsam sollte ich doch mal in die Gänge kommen, dies machen, das machen. Und du weißt nicht, wo du anfangen sollst.

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Bei mir hängt es wahrscheinlich auch mit den ekligen Aufgaben zusammen. Sachen wie einen wissenschaftlichen Praktikumsbericht zu schreiben oder endlich mal meine Steuererklärung zu machen fucken mich einfach total ab 😀 Es sind halt einfach immer Sachen, die niemanden Spaß machen aber einfach gemacht werden müssen. Man muss sich nur dazu aufraffen. Frei nach dem Motto von Nike: Just do it. Sollte ich mir auch mal zu Herzen nehmen. Stattdessen mache ich Alles, um es nicht zu machen. Jede erdenkliche Chance nutze ich, um mich zu drücken. Ein alter Drückeberger also. Ich widme mich lieber den schönen Sachen im Leben: So liege ich lieber im Bett, suchte auf Instagram, suche nach Inspiration oder plane einen Roadtrip. Einfach los. Ins Auto steigen, ohne Ziel, ohne Plan. Dem Alltag, dem Stress und dem ständigen Trott entfliehen.

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Wenn ihr die Bilder genau angeschaut habt, ist euch sicherlich aufgefallen, das ein Teil davon analog fotografiert wurde. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die liebe Carolin, deren Fotos ich liebe. Hier die ganze analoge Serie:

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Also nichts Falsches denken jetzt: Das war nur ein klitzekleiner Einblick in meine Gedanken. Ich komme schon klar und mache auch mein Ding. Ich wollte damit nur sagen, dass ich gerne mehr machen und schaffen würde. Und man denkt sich immer automatisch: Habe ich mehr Zeit, schaffe ich auch mehr. Dem ist aber nicht immer so, bei mir zumindest nicht. Irgendwie sind ja Ferien auch dazu da, um sich von dem ganzen Stress zu erholen. Der Rest kommt dann von alleine.

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OUTFIT DETAILS

 

Trousers: Selfmade

Sweater: H&M Studio

Shirt: American Apparel

Bomberjackets: Second Hand

Shoes: Dr. Martens

Photos: Caro

 Marian